Wappen Gemeinde Wandlitz

Das BARNIM PANORAMA
ist eine Einrichtung
der Gemeinde Wandlitz.
www.wandlitz.de

Naturpark Logo RGB

Informationen zum
Naturpark erhalten Sie auf
www.naturpark-barnim.de

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www.barnim-tourismus.de

Lage und Fakten

Erholen und Erleben heißt auch Bewahren und weiter Entwickeln. Der Naturpark Barnim macht's möglich. Er ist ein gemeinsames Großschutzgebiet der Länder Brandenburg und Berlin. Rund 5,4% seiner 750 km² Fläche befinden sich in den nördlichen Berliner Stadtbezirken Pankow und Reinickendorf. Der Brandenburger Teil liegt zwischen den Städten Bernau, Bad Freienwalde, Eberswalde, Liebenwalde und Oranienburg. Sein Landschaftsbild ist zu mehr als 50% durch Wälder und Forsten geprägt, gut ein Drittel sind Grün- und Ackerland. Zahlreiche Seen, Moore, Fließe und Ackersölle vervollständigen das Mosaik. Im letztgenannten Gewässer, dem Soll, von seiner Form recht klein und meist kreisrund lebt die vom Aussterben bedrohte Rotbauchunke – das Wappentier des Naturparks.

Entstehung Naturraum Barnim

Die letzte Eiszeit formte die norddeutsche Tiefebene und hinterließ tiefe Spuren in der Landschaft: Das abfließende Schmelzwasser schuf die Urstromtäler nördlich und südlich von Berlin, dazwischen erhebt sich aus Lehm und Sand der Barnim.

Die Hochebene beginnt noch in der Metropole – am sogenannten Berliner Balkon im Stadtteil Mahlsdorf beeindruckend zu erleben. Deutlich begrenzt ist der Barnim auch im Norden durch das Eberswalder Urstromtal, im Osten durch das Odertal und im Süden durch das Berliner Urstromtal. Im Westen hingegen verflacht die Hochfläche zur Havelniederung stetig. Der Naturpark Barnim umfasst neben der Barnimplatte vor allem den Westbarnim und schließt auch Teile der Havelniederung und des Eberswalder Urstromtals mit ein.

Schönower Heide

Von Menschen Hand

Der Barnimrand ist uraltes Siedlungsgebiet – schon vor mehr 13.000 Jahren zogen altsteinzeitliche Jäger durch dieses Gebiet. Später wurden die Menschen dort sesshaft und betrieben Ackerbau und Viehzucht. Nach der Bronzezeit wanderten Germanen ein und verließen das Gebiet einige hundert Jahre später wieder. Ab dem 4. Jahrhundert wurde es von Slawen besiedelt, die dort lange Zeit herrschten. Erst 1157 wurde Brandenburg vom Askanierfürsten Albrecht dem Bären erobert.

Die Kolonialisierung durch die Askanier brachte die bis dahin stärkste Veränderung der Landschaft durch den Menschen: Auf weitflächige Rodungen folgte Bodenerosion, zur Gewinnung von landwirtschaftlichen Flächen wurde ein künstliches Grabennetz angelegt, so das sich das Grundwasser absenkte.

Die langfristige Folge: die Moorböden vererdeten, Seen verlandeten. Die Intensivierung der Landwirtschaft seit den 60er Jahren verstärkte diesen Effekt noch. Das heutige Landschaftsbild entstand also durch ein Zusammenspiel von Eiszeit, Klimaveränderungen und menschliche Eingriffe.